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 #SIMSTUTTGART

Zentrum für Simulation und

Patientensicherheit Stuttgart

Simulations- und Teamtraining mit #SIMSTUTTGART

 "Willkommen in der Praxis"

Es gibt kaum ein Berufsfeld, welches so stark auf lebenslanges Lernen angewiesen ist wie die Notfallmedizin. Notfall- und Rettungsteams müssen sich ständig auf unerwartete Situationen einstellen, unter äußerstem Stress sicher kommunizieren und schnell Entscheidungen treffen.

Vision

Unsere Zielsetzung ist, neben einem ganzheitlichen Konzept der erwachsenengerechten Weiterbildung, die flächendeckende Implementierung von Simulationstrainings. Nur so können wir die Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung nachhaltig verbessern.

 

Denn nur wer regelmäßig trainiert,

kann im Ernstfall auch Höchstleistung bringen.

Unser Konzept

Grundlage des pädagogischen Konzeptes ist das Lernen durch Selbstreflexion, das kritische Hinterfragen des eigenen Handelns und das Bewusstmachen der eigenen Entscheidungen und der zugrunde liegenden Entscheidungsfindung.

 

Bei erwachsenen Lernenden steht der selbstbestimmende Erwerb von Wissen im Vordergrund. Der Pädagoge Kolb beschrieb 1984 das Modell des erfahrungsorientierten Lernens. Durch die Reevaluation des Erlebten können eigene Handlungsabläufe optimiert und verinnerlicht werden. Dadurch können auch bereits vorhandene Denk- und Handlungsmuster verbessert werden.

 

Schon die alten Römer wussten: „Repetio est mater studiorum“ - die Wiederholung ist die Mutter des Lernens. Gerade beim Erlernen von Fertigkeiten ist Wiederholung die Grundlage effektivem Lernens. Hier bietet die Methode des Simulationstrainings die beste Möglichkeit, Wissen und Können in komplexen Situationen anzuwenden, zu wiederholen und aus den Erkenntnissen, die daraus gezogen werden, zu lernen.

 

Fehler können im Simulator ohne Folgen für den Patienten begangen werden, nein, sie sollen sogar begangen werden. Diese unerwünschten Ereignisse werden in der Fallbesprechung aufgegriffen und strukturiert aufgearbeitet. So können auch die Kollegen daraus lernen. Außerdem bietet die Simulation die Möglichkeit sich auszuprobieren und alternative Handlungsweisen zu versuchen – ohne Gefahr für den Patienten.

 

Im Simulationstraining steht der individuelle Lernerfolg genauso im Vordergrund wie das Lernen im Team. Jeder Teilnehmer soll motiviert werden, in der sicheren Umgebung der Simulation, gemeinsam mit den anderen Teammitgliedern zu lernen. Die Lernenden werden angeregt, sich selbst zu reflektieren und eigene Lösungsansätze für Probleme zu entwickeln, ohne das Konsequenzen und Sanktionen zu erwarten sind.

Warum Simulationstraining?

Die Luft- und Raumfahrt hat sehr früh erkannt, dass ihre Mitarbeiter auf typische Situationen trainiert werden müssen, um die Fehler- und Unfallwahrscheinlichkeit zu reduzieren. Bereits 1971 wurden in einer Studie der NASA die Menschlichen Faktoren mit 70% als Ursache für Flugunfälle beschrieben. Auch heute ist der „Faktor Mensch“ in über 70% der Zwischenfälle in Hochrisiko-bereichen verantwortlich für Fehler und Zwischenfälle. Durch die konstante Weiterentwicklung und Forschung im Bereich der Menschlichen Faktoren ist Fliegen heute das sicherste Transportmittel überhaupt.

Hieraus entwickelte sich ein neues Trainingskonzept mit dem Fokus auf Teamarbeit, Kommunikation und Führungsverhalten, die heutigen Crew Ressource Management Trainings. Diese sind mittlerweile international für alle Crew-Mitglieder im gewerblichen Passagierflug verpflichtend.

Doch wie sieht es in der Medizin aus? Auch in der Medizin steigt nach und nach die Sensibilität für Fehler. So berichtet die AOK in ihrem Krankenhausreport 2014, dass 18.800 Menschen (allein im Jahr 2011) aufgrund von Behandlungsfehlern in deutschen Kranken-häusern verstorben sind. Das sind fünfmal so viele Menschen wie im Straßenverkehr sterben. In 188.000 Fällen kam es zu Behandlungsfehlern ohne tödlichen Ausgang.

Leider hat es die Medizin lange verpasst, ihre Mitarbeiter auch in nicht fachlichen Fertigkeiten zu schulen. So ist es bis heute, Softskills und Inhalte wie Fehlermanagement oder Kommunikation spielen bisher in der Ausbildung und im Studium medizinischer Fachberufe kaum eine Rolle. Erst in den letzten Jahren werden diese Versäumnisse nach und nach aufgeholt und gezielt in Trainings umgesetzt.

Simulation in der Medizin?